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Asklepios Klinik Barmbek (Hamburg) bei Dialyse-Shunts für Blutwäsche-Patienten weltweit führend 10.02.2019 - 15:19

Asklepios Klinik Barmbek (Hamburg) bei Dialyse-Shunts für Blutwäsche-Patienten weltweit führend

Mit der Ergänzung um zwei neue, innovative Verfahren bietet das Shuntzentrum der Asklepios Klinik Barmbek in Hamburg unter Leitung von Dr. Robert Shahverdyan als erste und aktuell einzige Klinik weltweit sämtliche Techniken zur operativen Anlage eines Dialyse-Zugangs an. Die minimal-invasiven Methoden "Ellipsys" und "WavelinQ" ersparen den Patienten nicht nur eine Operation, sie versprechen auch geringere Komplikationsraten, langlebigere Gefäßverbindungen und eröffnen Blutwäsche-Patienten so neue Perspektiven mit höherer Lebenserwartung.

"Beide Verfahren sind eine entscheidende Weiterentwicklung der Möglichkeiten für dialysepflichtige Patienten", ist sich Dr. Robert Shahverdyan sicher: "Sowohl Ellipsys als auch WavelinQ belasten Patienten weniger und versprechen eine höhere Erfolgsrate als die konventionelle Shunt-Chirurgie." Als arterio-venösen Shunt (englisch für Kurzschluss) bzw. arterio-venöse Fistel bezeichnen Mediziner die künstlich hergestellte Verbindung zwischen Arterie und Vene, die Grundlage einer erfolgreichen Hämodialyse ist. Im Regelfall erfolgt hierzu eine Operation mit Hautschnitt am Arm, in deren Verlauf der Chirurg die Gefäße offen freilegt und verbindet. Dieses konventionelle Operationsverfahren wurde vor mehr als 50 Jahren entwickelt - und trotz relativ hoher Misserfolgsquoten und der weltweit steigenden Zahl von Hämodialyse-Patienten bislang nicht nennenswert weiterentwickelt.

Shunt ohne Schnitt

Das Ellipsys-System ersetzt die herkömmliche Prozedur durch einen wesentlich schonenderen Eingriff: Ein spezieller Gefäßkatheter wird in der Ellenbeuge aus unter Ultraschallsteuerung in den Arm eingebracht - und zwar durch die Vene in die Arterie. Der besondere Aufbau des Katheters ermöglicht es, beide Blutgefäße zusammenzuziehen und mittels thermischer Energie innerhalb von wenigen Sekunden zu verschmelzen. So entsteht in ca. 15 Minuten eine dauerhafte Verbindung, ohne dass Fremdkörper wie Nahtmaterial oder ein Implantat benötigt werden. Auch das WavelinQ-Verfahren kommt ohne Hautschnitt aus: Hier werden zwei sehr dünne, magnetgestützte Katheter über eine Punktion am Handgelenk und / oder am Oberarm unter Röntgenkontrolle in die Unterarm-Gefäße eingebracht. Die Verbindung der Gefäße erfolgt durch eine am Katheter-Ende angebrachte Elektrode, die Radiofrequenzenergie freisetzt.

Dr. Shahverdyan konnte beide Verfahren als erster Gefäßchirurg weltweit anwenden und war schnell von ihrem großen Potential überzeugt: "Beide Techniken sind sehr elegant und geben unseren Patienten eine zusätzliche Möglichkeit für einen Dialysezugang. Insbesondere das Ellipsys-Verfahren zeichnet sich außerdem durch eine erheblich kürzere Operationszeit von durchschnittlich 15 Minuten aus, was bisher für eine Shunt-Neuanlage nicht vorstellbar war und wovon vor allem Patienten mit komplizierten Begleiterkrankungen profitieren. Darüber hinaus vermeiden wir die Verletzung des Gewebes in der Nähe des Shunts, wodurch wir uns langlebigere, funktionstüchtigere Shunts und geringere Komplikationsraten erhoffen." Rund ein Drittel der im herkömmlichen Verfahren gelegten arterio-venösen Fisteln verschließt sich innerhalb des ersten Jahres nach Operation wieder - was eine Nachoperation erforderlich macht und für Patienten mit einer hohen emotionalen Belastung einhergeht: Schließlich ist der Shunt die Voraussetzung für die lebensnotwendige Dialyse. Erste Studien zu beiden neuen Systemen deuten darauf hin, dass die Erfolgsquote der minimalinvasiven Verfahren wahrscheinlich höher ist. Weiterer Vorteil der innovativen Methoden: Der "Reifeprozess", der notwendig ist, bis ein Shunt so stabil ist, dass er für den Dialysezugang genutzt werden kann, verkürzt sich deutlich. "Dass der Patient ohne Narbe am Arm davonkommt, ist ein schöner kosmetischer Nebeneffekt", ergänzt Dr. Shahverdyan. Gemeinsam mit seinem Team im Shuntzentrum der Hamburger Asklepios Klinik Barmbek freut er sich, mit dem komplettierten Leistungsspektrum individuell auf die Bedürfnisse aller Patienten eingehen zu können: "Von der geplanten Shunt-Anlage bis zum Notfall-Eingriff, von der Erstversorgung bis zur Aufdehnung verengter Shunts, von der Standard-Prozedur bis zur modernsten Spezialversorgung komplizierter Fälle: Unser Team ist nun für alles gewappnet." Neben dem Erfahrungsschatz von rund 1.000 Dialysezugangs-Operationen im Jahr profitieren die Patienten des Shuntzentrums auch von der engen Zusammenarbeit mit anderen Fachabteilungen der Asklepios Klinik Barmbek: Mit Nephrologie (Nierenheilkunde) und Radiologie sind alle Partner für eine erfolgreiche Diagnostik und Behandlung von dialysepflichtigen Patienten vor Ort.

Hintergrund: Nierenversagen und Hämodialyse

Die Nieren sind für die Reinigung unseres Bluts verantwortlich und mit ihrer Entgiftungsfunktion überlebensnotwendig. Dass heute immer mehr Menschen an einem chronisch-terminalen Nierenversagen leiden, ist im Wesentlichen auf die Zunahme der Volkskrankheiten Diabetes und Bluthochdruck zurückzuführen. Denn diese schädigen das Nierengewebe dauerhaft, häufig zunächst unbemerkt. Mit sorgfältigem Blutdruckmanagement, einer optimalen Blutzuckereinstellung und einer nierenschonenden Lebensweise lässt sich der Verschlechterungsprozess zwar verlangsamen - dennoch wird nach einigen Jahren meist eine Dialyse, also der apparative Ersatz der Entgiftungsfunktion der Nieren, nötig.

Das häufigste Nierenersatzverfahren ist die Hämodialyse. Hierbei befreit eine künstliche Niere das Blut außerhalb des Körpers von Schadstoffen und pumpt es in gereinigtem Zustand zurück in den Körper - ein Prozess, für den betroffene Patienten in der Regel dreimal wöchentlich ein Dialysezentrum aufsuchen müssen. Die Anlage eines Shunts steht meist am Beginn der Dialyse-Pflicht. Denn erst die künstliche Verbindung der Gefäße sichert, dass das zu reinigende Blut mit genügend Geschwindigkeit und Druck in die externe Niere geleitet wird. Weiterer Vorteil: Ohne Shunt müsste bei jedem Dialysevorgang neu in ein passendes Blutgefäß gestochen werden - was die Gefäße auf Dauer schädigen und die Wahrscheinlichkeit von Komplikationen erhöhen würde.

Quelle:Presseportal

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