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Zuführung nach erpresserischem Menschenraub. 22.03.2019 - 05:57
Zuführung nach erpresserischem Menschenraub.

Zuführung nach erpresserischem Menschenraub in Hamburg-Jenfeld

Ermittler haben gestern einen 34-jährigen Türken wegen des Verdachts des erpresserischen Menschraubs dem Haftrichter zugeführt. Er soll einen Mann unter anderem gefangen gehalten und Bargeld erpresst haben.

Nachdem die Eltern des 34-jährigen Geschädigten sich bei der Polizei gemeldet hatten, nahmen Beamte des Raubdezernats der Region Wandsbek (LKA 154) die Ermittlungen auf.

Demnach soll der Tatverdächtige durch die Erpressung einen vierstelligen Geldbetrag von dem Geschädigten erbeutet haben. Hierzu soll er ihn über einen Zeitraum von etwa einer Woche in einem Kellerraum eingesperrt haben. Weiterhin soll er ihn danach noch zur Betreuung einer Marihuana-Plantage in einer Wohnung genötigt haben. Im Verlauf dieser Betreuung setzte sich der Geschädigte letztlich ab und entzog sich der Kontrolle durch den Tatverdächtigen.

Aufgrund der Ermittlungsergebnisse erwirkte die Staatsanwaltschaft Hamburg beim zuständigen Ermittlungsrichter Durchsuchungsbeschlüsse für zwei Wohnungen in Jenfeld.

Gemeinsam mit Ermittlern des Drogendezernats (LKA 68) erfolgten gestern Nachmittag die Durchsuchungsmaßnahmen.

In einer der beiden Wohnungen fanden die Beamten eine professionell betriebene Marihuana-Plantage mit über 200 Marihuana-Pflanzen. Die Beamten stellten die Pflanzen und das Plantagenequipment als Beweismittel sicher. Beamte der Bereitschaftspolizei (LBP 41) transportierten die Gegenstände ins Polizeipräsidium.

In der zweiten Wohnung fanden sie neben einer geringen Menge Kokain auch etwa 250 Gramm Marihuana und eine Schreckschusswaffe. Sie identifizierten auch einen Kellerraum, in dem der Geschädigte festgehalten worden sein könnte. Jedenfalls befanden sich darin unter anderem eine Matratze mit Decke, Kerzen und Getränkedosen.

In dieser zweiten Wohnung trafen die Beamten auch auf den Tatverdächtigen, den sie vorläufig festnahmen. Die Ermittler ließen ihn erkennungsdienstlich behandeln und führten ihn später einem Haftrichter zu.

Die weiteren Ermittlungen, insbesondere zu den Hintergründen der Tat und den Einzelheiten der Erpressung und Einsperren des Geschädigten in dem Kellerraum, dauern an.

 

Quelle:

 

 

 

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